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Renntag Köln 25.07.2010
 
DRAV - Deutscher Rennverband für Arabische Vollblüter e.V.

Vortragsveranstaltung am 20.02.2010 im Vollblutgestüt Rietberg

25.02.2010 · Aktuelles · Renntechnik

Gemeinsam mit dem VZAP hatte der DRAV am 20.02.2010 zu einer Vortragsveranstaltung In das Vollblutgestüt Rietberg in Ostwestfalen eingeladen.

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Frau Schmidthüsen vom DRAV die Anwesenden und wünschte gutes Gelingen.

Den ersten Vortrag des Tages mit dem Titel“ Leistungsgerechte und Leistungsgesteuerte Aufzucht von Vollblutpferden hinsichtlich späteren Einsatz auf der Rennbahn.“ hielt der Leiter des Gestüts, Hartmut Rolofs. Zunächst ging Herr Rolofs auf die genetischen Gegebenheiten ein, welche das Leistungs-Merkmal „Rennen“ bestimmen. Ausgeführt wurde, dass die genetischen Impulse von der
Additiven Genleistung ausgehen. Das daraus abzuleitende Leistungsvermögen der Rasse Arabisches Vollblut wurde dabei aus der Zuchtgeschichte der Rasse abgeleitet.

Der Begriff der „ Heritabilität“ (Vererbbarkeitsgrad) wurde definiert und anschaulich für das Merkmal Rennen sowohl in der Population des englischen als auch arabischen Vollblutpferden aufgezeigt. Dabei ließ sich ableiten, dass nur etwa 20% der Unterschiede in der Varianz des Merkmales genetisch bedingt sind, im Rückkehrschluss damit 80% umweltbedingt sind.
Folgerichtig beschäftigte sich der zweite Teil des Referates mit modernen Aufzuchtbedingungen. Dabei wurde deutlich gemacht, welch enormen Einfluss Fütterung und Haltung auf die spätere Leistungskarriere haben. Hinweise zur Rationsgestaltung, Düngung, Art und Größe der Weide fehlten dabei ebenso wenig wie die Gruppenzusammenstellung.

Den zweiten Vortrag hielt der Geschäftsführer und Zuchtleiter des VZAP, Herr Diethrich v. Kleist. Sein Thema war „ Leistungsprüfungen als Grundlage tierzüchterischer Arbeit.“ Zunächst stellte der Referent das Selektionsmodell der FN vor, welches in vorliegender Form heute mehr oder weniger von allen deutschen Warmblut Zuchtverbänden befolgt werden .Anschließend wurde auf die Situation hingewiesen, die heute in der Vollblutaraberzucht vorherrscht. Hier musste festgestellt werden, dass Selektion nur in sehr geringem Umfang erfolgt. Eine von Herrn v. Kleist danach geführte Diskussion führte jedoch dazu, dass die Anwesenden sich nach Gehörtem deutlich für höhere Selektionsgrenzen aussprachen.

Nach einem gemeinsamen Mittagesen wurde anschließend noch ein Rundgang über die Gestütshöfe angeboten, der jedoch bei stark einsetzendem Schneefällen nur stark verkürzt durchgeführt wurde. Während einige Interessierte danach heimfuhren, blieb ein Teil der Gäste jedoch noch biszum Abend und diskutierte im engeren Kreis das Gehörte mit dem Gestütsleiter.